Buschwespen

Ich beobachte in meinem Garten eine erhöhte Flugbewegung. Nein es sind nicht die Urlaubsflieger die auf dem Weg nach Düsseldorf hier über Bochum noch mal das letzte Kerosin verblasen und die Triebwerke aufheulen lassen. Es sind Wespen. Aggressive Wespen, die auch noch schwarz gelb sind, nicht meine Lieblingstiere, nicht meine Lieblings-Farbkombination. Bei genauer Betrachtung sehe ich wie diese Wespen immer wieder zu einem Busch, oder besser unter einen Busch neben der Terrasse fliegen. Offenbar handelt es sich hier um Buschwespen. Um Gottes Willen, Buschwespen vielleicht aus dem Amazonas Dschungel mit einer Kiste Bananen nach Deutschland und über den Aldi Markt hinterm Wiesental in meinen Garten gelangt. Ich hab mal einen Film gesehen „Angriff der Killer Bienen“ ich werde leicht nervös und beruhige mich erst wieder als ich mir sage, wenn diese Insekten hier wirklich so gefährlich wären hätten die den Film damals ja wohl „Angriff der Buschwespen“ genannt. Ich bemühe Google und stelle nach kurzer Zeit fest, es sind keine Busch- sondern Erdwespen. Auf einer GartenTipp Seite im Netz lese ich den ersten Satz „Kriechen schwarz gelbe Insekten aus der Gartenerde handelt es sich um Erdwespen. Jetzt heißt es schnell handeln und das Erdnest vernichten“. Ich denke „Angriff der Killer Bienen“ war ein Übersetzungsfehler vom Filmverleih. Ich lese weiter „Erdwespen leben, wie der Name schon sagt in der Erde“ Ach! Und Krokodile leben in der Diele, weil man sie nicht im Wohnzimmer haben will. Die GartenTipp Seite rät mir, ich solle einen Imker im Bekanntenkreis fragen ob er helfen kann. Schade, ich kenne nur Cartoonisten, Astronauten und Golfballtaucher. Haben Sie keinen Imker zum Freund beginnen Sie mit Schritt 1. Spüren Sie das Nest auf, ja hab ich unterm Busch ist das. Mehrere Nächte, wenn die Wespen zu Hause sind solle man mit heißen Zuckerwasser gegen die Bande vorgehen. Bis keiner mehr fliegen kann weil alles verklebt ist. Ich bevorzuge die Variante mit pisswarmen Vodka, bis alle besoffen die Orientierung verlieren, das Nest nicht wiederfinden und vollstramm gegen den nächsten Baum fliegen. Am Ende sagt man den Lesern, das man sich aber am besten nicht selbst in Gefahr begibt und besser einen Imker oder Kammerjäger ran lässt. Da ich  in der kurzen Zeit immer noch keinen Imker kennengelernt habe ruf ich den Kammerjäger und lass die Buschwespen umziehen. In den Garten von meinem Nachbarn, der ist noch drei Wochen im Urlaub 🙂

 

11709609_10204277716733336_5088863700526082567_n